NRW: Straßenkarneval fällt aus

Die Karnevals-Chefs der Feier-Hochburgen Köln, Bonn, Düsseldorf, und Aachen wollten, in Absprache mit der Landesregierung, eine  Komplettabsage des Straßen- und Sitzungskarnevals durchsetzen.

Nach einem Treffen hieß es:   “Karneval, so wie wir ihn kennen, wird in Zeiten der Pandemie nicht möglich sein“, sagte der Chef der Staatskanzlei, Nathanael Liminski, im Anschluss an die Besprechung.

Für den Karneval gelten keine Sonderregelungen“, so Liminski. Für alle Feste, Umzüge und dergleichen gelten dieselben Regelungen wie auch jetzt schon für größere Veranstaltungen.

Keine Karnevalsveranstaltung in Sälen und auf Plätzen, ein Alkoholverbot an den närrischen Tagen sowie ein Verweilverbot in den Innenstädten forderten die Präsidenten der Karnevalsvereine.

Es herrschte Einigkeit bei den Vorsitzenden darüber, dass die Landesregierung die Verbote aussprechen soll.

Die Karnevalisten treibt die Sorge um, ein möglicherweise ausuferndes Karnevalsgeschehen nicht in den Griff zu bekommen. Ein daraus resultierender bundes- oder sogar weltweiter Imageverlust gilt als gravierender als die Absage nur einer Session.

Veranstaltungen auf engem Raum kann man sich zurzeit nicht vorstellen. Kleinere Vereine und Züge haben bereits vielerorts ihre Veranstaltungen abgesagt. Das Landeskabinett will am kommenden Mittwoch über die Vorschläge der Vereine beraten.

Die tollen Tage und der davor liegende Sitzungskarneval bedeuten für die regionale Wirtschaft hohe Einnahmen. Die Studie einer renommierten Wirtschaftsberatungsfirma rechnete 2018 allein für den Kölner Karneval eine Wertschöpfung von rund 600 Millionen Euro pro Session vor.

Quelle: WDR

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  • Karnevalssitzung: Sreenshot