Thüringen: Hans Georg Maaßen zum Direktkandidaten für den Bundestag gewählt – deutliche Kritik kommt aus der CDU

Der frühere Verfassungsschutzpräsident Hans Georg Maaßen wurde im thüringischen Suhl, von den Delegierten zum Direktkandidaten für den Wahlkreis 196 gewählt.

Die demokratische Wahl Maaßens wurde von den eigenen Parteikollegen, zum Teil deutlich, kritisiert. Die heftigen Reaktionen zeigen, wie weit die Union unter Kanzlerin Angela Merkel nach links abgebogen ist.Ob die CDU unter der Führung von Armin Laschet wieder auf den rechten Weg zurückfindet, daran zweifeln nicht nur die vielen enttäuschten CDU-Wähler.

Serap Güler Staatssekretärin für Integration in NRW polterte auf Twitter gegen die Wahl des früheren Verfassungsschützer Maaßen.

“An die 37 Parteikollegen in Südthüringen: Ihr habt echt den Knall nicht gehört! Wie kann man so irre sein und die christdemokratischen Werte mal eben über Bord schmeißen? Wer so große Angst vor der AfD hat, hat so vieles längst aufgegeben. Ein bitterer Tag.”

Wer in einer demokratischen Wahl, völlig legitim einen Kandidaten wählt, tritt christdemokratische Werte mit Füßen? Man ist versucht zu fragen, was genau Frau Güler unter christdemokratischen Werten versteht. Demokratie scheint offensichtlich, für sie nicht dazuzugehören.

Nicolas Zimmer früherer CDU-Fraktionschef in Berlin will gar die CDU verlassen, weil die Delegierten  Maaßen zum Kandidaten kürten.

Eine Partei, die Maaßen nominiere, sei nicht mehr seine. “Wo keine klare, eindeutige Abgrenzung zu rechten Brandstiftern stattfindet, ist für mich kein Platz mehr”, schrieb Zimmer.

Maaßen hatte klargestellt, dass es in Chemnitz nach dem Mord an einem Bürger, keine Hetzjagden auf Menschen gab. Das scheint nicht ins Weltbild aller Unionspolitiker zu passen. Vielleicht fühlt sich Herr Zimmer in einer Partei am linken Rand deutlich besser aufgehoben als in der CDU.

Für Paul Ziemiak Generalsekretär der CDU ist wichtig, dass auf jeden Fall eine scharfe Abgrenzung zur AfD erfolgt.

Er erwarte von jedem Kandidaten ein “klares Bekenntnis zu den Werten und der Politik der CDU, sowie eine scharfe Abgrenzung zur AfD”. Jede Zusammenarbeit mit der AfD sei ausgeschlossen.

Das die CDU lieber ein Bündnis mit dem Wurmfortsatz der SED der Linkspartei eingeht und mit den Ökodiktatoren Grünen koalieren wird, selbst als Juniorpartner, das ist hinlänglich bekannt. Den Wählern ist bewusst, dass diese CDU notfalls ein Regenbogenbündnis eingehen wird, um echte Demokraten von der Regierungsarbeit fernzuhalten.

Quelle: Tagesschau

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  • Hans Georg Maaßen: Screenshot