Stuttgart: Anklage gegen Linksextremisten

Gegen einen 35-jähriger Mann und eine ebenfalls 35-jährige Frau, beide mutmaßliche Linksextremisten, wurde Anklage erhoben. Ihnen wird eine Serie von Drohbriefen und ein Brandanschlag vorgeworfen.

Die Staatsanwaltschaft wird den beiden linken Straßenterroristen Nötigung und einen versuchten Brandanschlag auf das Gebäude der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg vor. Zudem sollen die beiden zahlreiche Drohbriefe an Politiker verschickt haben.

Die Beschuldigten befinden sich seit Oktober 2020 in Untersuchungshaft. Über die Zulassung der Anklage entscheidet das Landgericht Stuttgart.

In insgesamt fünf Wellen, zwischen Dezember 2019 und Oktober 2020, gingen Drohbriefe an Verkehrsverbünde, Ministerien, Politiker und Behörden. Um den Drohungen Nachdruck zu verleihen waren den Briefen Streichhölzer, Platzpatronen und sogar Messer beigelegt.

Gezeichnet waren die Schreiben demnach mit „MIlitantE ZellE (MIEZE) – vereint im Kollektiv der Revolutionären Aktionszellen (RAZ)“.

Auf das Privathaus von Clemens Tönnies sollen die Linksterroristen ebenfalls einen Anschlag geplant haben. Es soll ein Brandsatz auf dem Anwesen des Fleischherstellers abgelegt worden sein. Zum Wohnhaus gelangten die mutmaßlichen Terroristen nicht.

Das Duo wohnte unter anderem in Stuttgart. Zuletzt waren die Linksextremisten wohnungslos. Durch Videoaufzeichnungen und DNS-Spuren an den Drohbriefen waren die Ermittler auf die Spur der beiden gekommen.

Die Generalbundesanwaltschaft hatte in dem Fall zwischendurch die Verantwortung übernommen, weil die Ermittler davon ausgingen, daß die RAZ eine terroristische Vereinigung sei. Dafür sind aber mindestens drei Personen nötig. Kurz vor den Festnahmen seien die Ermittlungen an die Staatsanwaltschaft Stuttgart abgegeben worden.

Quelle: Junge Freiheit