Seenotrettung: „Ocean Viking“ rettet in nur 48 Stunden fast 400 Migranten

Fast 400 Menschen wurden direkt vor der Libyschen Küste gerettet Unter den 374 geretteten befinden sich angeblich viele Frauen und Kinder.

165 Minderjährige, darunter viele unbegleitete, sollen unter den in Seenot geratenen sein. Zumindest postulierte diese Zahl die Schlepperorganisation Betreiberorganisation SOS Méditerranée auf Twitter.

Die geretteten, darunter 30 Kinder und 2 Schwangere müssten so schnell wie möglich an Land, schrieb die Organisation. Angeblich sind Hilfeersuchen an Libyen unbeantwortet geblieben. Weshalb man gar nicht erst versucht hat in Libyen an Land zu gehen.

Lieber mutete die „Hilfsorganisation“ den Kindern, Schwangeren und Frauen zu, trotz drohenden schlechten Wetters die Fahrt über das Meer anzutreten. Man hat sich an Malta und Italien gewandt. Ohnedies ist Europa zumeist das Ziel der geretteten aus Seenot, die vor der libyschen Küste aufgegriffen werden.

Am Freitag wurden 106 Menschen aus Guinea, dem Sudan und Sierra Leone an Bord geholt. bereits zuvor waren einmal 149 und einmal 119 Menschen gerettet worden.

Am 11. Januar war die “ Ocean Viking“ wieder ausgelaufen. Zuvor hatte sie 5 Monate pausiert. Die italienische Küstenwache hatte wegen Sicherheitsmängeln das Schiff im Juli im sizilianischen Hafen Porto Empedocle festgesetzt. Die Schlepperorganisation SOS Méditerranée bezeichnete den Vorgang als „behördlicher Schikane“. Im Dezember gaben die Behörden das Schiff frei.

Offenbar waren tatsächlich eklatante Sicherheitsmängel zu verzeichnen.

Nach Angaben der NGO waren dafür „kostspielige“ Investitionen in neue Rettungsflöße und Schwimmwesten erforderlich.

Zurzeit sind auf dem Mittelmeer keine weiteren  Schlepperboote  Seenotretter aktiv.

„Umso wichtiger ist es, dass wir wieder zurück sind“, erklärte SOS Méditerranée.

Libyen hat sich zu einem der wichtigsten Transitgebiete für Migranten auf dem Weg ins gelobte Land nach Europa entwickelt.

uelle: Zeit Online