Rassesportliches Hitzköpfe auf dem Rasen ?

Steffen Freund kritisiert afrikanische Spieler und wird als Rassist beschimpft

Wenn Fußballnationalspieler mit Migrationsbonus wie Mesut Özil oder Antonio Rüdiger die deutsche Nationalhymne nicht mitsingen, dann gilt das als cool und zeitgemäß. Kritisiert aber ein Fußballprofi afrikanische Spieler, dann wird erneut die Rassismuskeule geschwungen. Am Sonntagvormittag wagte diese Steffen Freund in der Sport1-Talkshow „Doppelpass“: Der ehemalige Nationalspieler und Profikicker bei so renommierten Vereinen wie Borussia Dortmund oder Tottenham Hotspur kritisierte in der Sendung zwei Spieler, die beide bei Schalke 04 unter Vertrag stehen – sowohl Nabil Bentaleb (Algerier) als auch Amine Harit (Marokkaner) bekamen in der Manöverkritik nicht nur Worte des Lobes zu hören, als es um die derzeitige Krise bei dem Gelsenkirchener Club ging, der momentan auf dem letzten Platz der Tabelle verweilt. Freund nahm kein Blatt vor den Mund, zumal beide Profis unlängst suspendiert wurden: „Nabil Bentaleb kenne ich persönlich. Er war Spieler bei Tottenham Hotspur und ist dort groß geworden. Er hat unglaublich viel Talent und war einer der besten Spieler. Dann ist er bei Schalke gelandet. Er ist französisch-algerischer Herkunft… Charakter. Wenn sie Kaderplaner haben, muss man wissen, dass da auch eine gewisse Aggressivität und eine gewisse Disziplinlosigkeit schnell kommt, wenn er nicht derjenige ist, der gesetzt ist. Dann muss man wissen, auf Schalke… malochen. Das ist das Allerwichtigste. Jeder Spieler muss bereit sein, sein Herz auszuschütten für den Verein. Dann bin ich natürlich bei Harit. Auch er kann das natürlich nicht mit diesen Wurzeln. Also falsche Spieler gekauft.“ Als Freund noch am gleichen Tage mit den üblichen Rassismusvorwürfen konfrontiert wurde, reagierte er wie folgt: „Einen Punkt muss ich noch sagen, weil ich es gerade in den öffentlichen Medien gehört habe, dass das rassistisch rübergekommen ist. Also das war natürlich nicht so gemeint. Nur die Herkunft gerade von Nabil Bentaleb – algerisch-französische Herkunft, Armut – die einfach eine Rolle spielt, wie du als Mensch aufwächst und wie deine Mentalität ist. Wenn ihm beim Tottenham das Spiel nicht gefallen hat, hat er einfach das Trainingsfeld verlassen.“ Auf Twitter bestätigte Freund am Sonntagabend sogar, dass er prinzipiell jede Form von Rassismus verabscheue.(Alex Cryso)

Links:

https://de.wikipedia.org/wiki/Steffen_Freund

https://www.focus.de/sport/fussball/sport1-doppelpass-steffen-freund-beleidigt-schalke-profis-im-doppelpass-rassistisch-keiner-widerspricht-ihm_id_12716246.html