Polizei in NRW: Vom Freund und Helfer zur Schande der Nation?

Wurde die Polizei am 24. April  2021 übergriffig? Augenzeugenbericht eines Vorfalls in Wuppertal-Elberfeld.

In der Innenstadt von Wuppertal gilt, in der Fußgängerzone, absolute Maskenpflicht. Die Fußgängerzone beginnt in der Straße “Kleine Klotzbahn” etwa auf Höhe der Begegnungsstätte alte Synagoge. Kenntlich gemacht wird die Fußgängerzone mittels Straßenschilder und durch einen anderen Straßenbelag.

Am letzten Samstag um die Mittagszeit ereignete sich dort folgende Begebenheit:

Ein radfahrender Herr etwa Mitte 50, radelte ohne den vorgeschriebenen Mundschutz, in die gekennzeichnete Fußgängerzone. Sofort wurde er von der Polizei brutal von Rad gestoßen. Er wurde offenbar nicht angesprochen, sondern direkt von den Beamten angegangen. Das Rad und der Mann flogen auf das Straßenpflaster. Weder auf die Unversehrtheit des Menschen noch des Rads wurde Rücksicht genommen. Der Mann schrie lautstark, offenbar vor Schmerzen.

5 Polizisten, 2 Frauen und 3 Männer, gingen den Mann an. Die 3 männlichen Polizisten saßen buchstäblich auf dem, am Boden liegenden schreienden Mann. Dieser setze sich nicht zur Wehr. Er lag dort und schrie um Hilfe. Während drei Polizisten auf seinem Rücken den Armen und Beinen saßen. Nach einigen Minuten legten die Beamten dem Mann Handschellen an und schleppten ihn zum Polizeikastenwagen.

Die weiblichen Beamten sorgten dafür, dass niemand zu Hilfe kam. Es wurde sich ständig umgesehen, ob jemand die unrühmliche Szene beobachtet oder gar dokumentiert. Völlig außer Acht gelassen wurde dabei, dass die Szene sich vor einem Büro- und Ärztehaus abspielte. In den Büros wird auch am Samstag gearbeitet. Es gibt zahlreiche Augenzeugen für diesen Vorfall. Die Übergriffigkeiten der Polizei spielte sich in einer Nebenstraße ab, blieb aber nicht unbeobachtet, wie die Polizei offenbar glaubte.

Warum die Polizei bei Clan -Beerdigungen und Hochzeiten deeskalierend tätig ist, gegen radfahrende Mittfünfzigern mit voller Härte vorgeht sollte geklärt werden. Dass mit solch einer Vorgehensweise auch noch der letzte Respekt, den die Polizei in der Bevölkerung genießt verspielt, muss jedem klar sein.

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  • Elberfeld Verwaltungsgebäude: Sreenshot