NRW: Ruhrgebiet bleibt Hotspot der Clankriminalität – 104 Großfamilien, 6449 Tatverdächtige,14225 Straftaten

NRW Innenminister Herbert Reul stellte im Mai 2019 ein Lagebild zur Clankriminalität vor.

Das Landeskriminalamt (LKA) hat 104 Großfamilien identifiziert, denen in diesem Zeitraum 6449 Tatverdächtige und insgesamt 14.225 Straftaten zugeordnet werden konnten.

Das Lagebild zeigt allein zehn besonders aktive Clans, die rund 30 Prozent der erfassten Straftaten begangen haben sollen. Das Ruhrgebiet ist nach Erkenntnissen der Ermittler ein absoluter „Hotspot“ der Clan-Kriminalität. Die mit Abstand meisten Straftaten (2439) entfallen auf Essen, es folgen Gelsenkirchen (1096), Recklinghausen (1091), Duisburg (790), Bochum (782) und Dortmund (703). Über ein Drittel aller Clan-Straftaten sind sogenannte Rohheitsdelikte, also Nötigung, Raub oder gefährliche Körperverletzung.

Das Innenministerium verfolgt eine „Politik der Nadelstiche“ gegen die Clan-Kriminalität und organisierte Kriminalität.

Oberhausen-Osterfeld war am vergangenen Wochenende Einsatzschwerpunkt der Behörden. Neben einer Hundertschaft Polizei waren Zoll, Steuerfahndung, Ordnungsdienst und Gewerbeaufsicht der Stadt Oberhausen an der groß angelegten Razzia beteiligt. Durchsucht wurden drei Shisha-Bars und Cafés.

60 Kilogramm unverzollter Tabak wurden sichergestellt. Zwei Glücksspielgeräte wiesen keine gültige Plakette auf. Es gab zahlreiche Verstöße gegen die Coronaschutzverordnung. Insgesamt wurden 62 Personen überprüft. Zeitgleich wurden Fahrzeugkontrollen durchgeführt. Hierbei wurden 9 Verkehrsordnungswidrigkeiten und 2 Strafanzeigen  aufgenommen.

Quelle: WAZ

 

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  • Polizeiauto: Screenshot