Nach Clan-Razzia in Leverkusen: Ehefrau und mutmaßliche Mittäterin schon wieder auf freiem Fuß – “sie muss Kinder versorgen”

Bei einem spektakulären Einsatz der Sicherheitsbehörden wurde die Villa des Clan-Bosses der Familie Al-Zein in Leverkusen-Rheindorf gestürmt und durchsucht. Gegen alle angetroffenen Familienmitglieder lagen Haftbefehle vor. Verhaftet wurden der 46-jährige Chef des Clans, sowie seine 42-jährige Ehefrau. Des Weiteren die 28 und 24 Jahre alten Söhne.

Die WAZ schreibt dazu, „aus sozialen Gründen“wurde die Frau, unter Auflagen, aus der Haft entlassen. Die Polizei ließ durch einen Sprecher mitteilen: „Sie muss Kinder versorgen.“

Während in NRW ein GEZ Verweigerer seit, über 100 Tagen in Haft sitzt, wird dieses mutmaßlich hochkriminelle Clan-Mitglied umgehend wieder frei gelassen.

Wenn es sich bei den verhafteten, offenbar ebenfalls schwerkriminellen Söhnen, um die gemeinsamen Kinder des Clan-Ehepaares handelt, wurde die Frau bereits mit 14 Jahren Mutter.

Fassen wir zusammen: Eine offenbar in alle Machenschaften eingeweihte Ehefrau eines Clans-Bosses wird mit Haftbefehl gesucht und bei einer Razzia verhaftet. Die ebenfalls mit Haftbefehl gesuchten Söhne, offensichtlich ebenso kriminell wie der Rest der Familie, werden genau wie der Ehemann inhaftiert. Die Liste der vorgeworfenen Straftaten ist lang, die Schadenssumme für den Steuerzahler enorm. Diese Frau entlässt man umgehend aus „aus sozialen Gründen” aus der Haft.

Werden jetzt kriminelle Mütter generell nicht mehr inhaftiert, wenn sie Kinder versorgen müssen? Sind Mütter, die in Verdacht stehen zahlreiche Straftaten  begangen zu haben, überhaupt geeignet Kinder zu erziehen? Liegt bei der Familie keine Kindeswohlgefährdung vor, wenn Frau Al Zein weiterhin Kinder erzieht? Bei den inhaftieren Söhnen, hat es ganz offensichtlich nicht geklappt die Kinder zu brauchbaren Mitgliedern der Gesellschaft zu erziehen.

Der Fokus berichtet ebenfalls über den groß angelegten Sozialbetrug der Familie.

Sie täuschen finanzielle Mittellosigkeit vor, betrügen den Staat so um hohe Sozialhilfebeiträge für kinderreiche Familien. Das Gros der illegalen Einkünfte stammt aus Drogengeschäften, Schutzgelderpressungen und Einbrüchen. Die Einnahmen werden dann meist in Immobilien und teure Autos investiert, um so die kriminelle Herkunft des Geldes zu verschleiern. Zudem verachten sie die Rechtsprechung des deutschen Staates und folgen stattdessen einer Paralleljustiz, die eigenen Gesetzen folgt.
In Leverkusen residierte der Clan in einer Million teuren Villa. Es wurden bei der Razzia mehrere Hunderttausend Euro an Bargeld sichergestellt. Trotzdem bezog die Familie noch Sozialleistungen. Das Geld aus dem offenbar kriminellen Geschäften war sicherlich ausreichend für den Lebensunterhalt. Offensichtlich wollte man den deutschen Steuerzahler so richtig auspressen.
In diesem Fall soll ein scheinbar mittelloser Sohn der Familie das Haus gekauft und an seinen Vater vermietet haben. Die Miete habe das Jobcenter beglichen. Die Umstände der Finanzierung der Immobilie sprächen für „Geldwäsche in Reinkultur“, erklärte Thomas Jungbluth, leitender Ermittler gegen organisierte Kriminalität im Landeskriminalamt, nach der Razzia am Dienstag. Eine Reihe von Leuten habe größere Geldbeträge als Schenkung oder Darlehen überwiesen und später in bar von Unbekannten erstattet bekommen.
Die Verantwortlichen in Leverkusen müssen sich nun unangenehme Fragen gefallen lassen. Warum wurde nicht überprüft, in welchen Verhältnissen die Familie lebt? Wurde nicht überprüft, ob der Wohnraum angemessen ist? Wie kann ein, als mittellos geltender Sohn eine Villa erwerben, um sie an seine Eltern zu vermieten? Warum muss der Steuerzahler für die nicht deutschen Eltern aufkommen, wenn sich der Sohn sich eine Million teure Villa leisten kann?

Neben dem organisierten bandenmäßigen Sozialbetrug soll es zudem bei dem Leverkusener Clan Hinweise auf Gewaltdelikte, Schutzgelderpressung und Rauschgiftkriminalität geben, sagte eine Ermittlerin. Wobei offenbar auch Waffen immer wieder eine Rolle spielen. Denn die SEK-Beamten fanden bei der Razzia zwei scharfe Pistolen und eine Kalaschnikow-Maschinenpistole. Zudem wurden 19 Blanko-Testergebnisse für Coronatests sichergestellt.

Wer Fragen, an die verantwortlichen in Leverkusen stellen möchte, kann das hier machen:

Oberbürgermeister Uwe Richrath

Alexander Lünenbach

Dezernent für Bürger, Umwelt, Soziales,

Zuständig für:

Soziales

Jobcenter AGL

Stadt Leverkusen
Postfach 10 11 40
51311 Leverkusen
Fax +49 (0)214 406-1172
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Quellen:
Focus

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