Klimakiller Cannabis ?

Haben die Grünen jetzt schon ausgeträumt? Cannabisanbau ist Klimakiller

Wird Baden-Württemberg nach dem Wahlsieg der Grünen zum breitesten Bundesland der Welt? So grotesk es auch klingt: Die wirren „Legalize it“-Fantasien sind alles andere als deckungsgleich mit den nicht minder diffusen Klima-Ideologien. So gilt der Anbau und Verbrauch von Cannabis weiterhin als Klimakiller. Wenn unsere Ökomuttis also ob des vielen Plastiks jammern, würde es auch schon ungemein helfen, den eigenen Jointverbrauch zu reduzieren. Denn: Wer nur eine Cannabiszigarette konsumiert, der setzt viereinhalb Kilo an klimaschädlichem Kohlenstoffdioxid frei. Das berichtet zumindest die Wirtschaftswoche so. Bei der Herstellung von nur einem Joint wird zudem eine Energieleistung verbraucht, wie wenn man eine 100-Kilowatt-Glühbirne 135 Stunden am Stück brennen lässt. Vor allem, weil diese Pflanzen viel Licht benötigen, wird ein immenser energetischer Raubbau betrieben. In Kalifornien beispielsweise, der amerikanischen Hochburg in Sachen Cannabis-Produktion, macht der Stromverbrauch mittlerweile drei Prozent des gesamten Nutzungsvolumens aus. Werden die Pflanzen illegal in Wäldern angebaut, so müssen ganze Baumreihen für die Fläche weichen. Das Trinkwasser wird mit Pestiziden und Rattengift verseucht. Mittlerweile ist in dem Bundesstaat von einem ernsthaften Umweltproblem die Rede. In Colorado, einer weiteren Hochburg, übersteigt der Stromverbrauch für die Aufzucht den des Kohlebergbaus bei weitem: Hier stehen 2,6 Megatonnen CO2-Äquivalenten 1,8 Megatonnen entgegen. Wer Stoff zum Rauchen produzieren will, braucht vor allem leuchtstarke Lampen, die das Sonnenlicht ersetzen sollen und energieintensive Trocknungsanlagen. Der amerikanische Schwarzmarkt machte 2014 dennoch einen Jahresumsatz von geschätzten 30 Milliarden Dollar.

Alex Cryso

Links:

https://www.wiwo.de/technologie/green/trotz-legalisierung-cannabis-bleibt-oekokiller/13551534.html

https://www.spektrum.de/news/der-anbau-von-cannabis-ist-klimaschaedlich/1846381