Katastrophale Zustände in der Rigaer Str.94

Rigaer 94: Endzeit-Stimmung in der Besetzerzone

Wo Linke hausen, da herrschen Siff und Verwahrlosung. Was man gerne als Sozialromantik abseits des kapitalistischen Terrors verkauft, ist in Wahrheit ein sattes Stück an Zivilisationskrankheit und evolutionsbedingter Rückbildung. In einem Quartier der Berliner autonomen Szenen, dem Rigaer 94, sind die Zustände nun schon so verheerend, dass ein Gutachten ob der Bewohnbarkeit des teilbesetzten Wohnblocks zwingend her muss. Vor allem die Brandschutzvorkehrungen werden dramatisch in Frage gestellt, die Zustände könnten aus einem Mad Max-Film entsprungen sein. Apokalypse Now im Bezirk Friedrichshain. Die Polizei berichtete von Falltüren, die Menschen unter sich begraben könnten. Von mit Stahl gesicherten Toren, die Rettungskräften den Weg versperren würden. Von dutzenden von Autoreifen im Innenhof, die im Fall eines Feuer als Brandbeschleuniger dienen könnten. Experten sprechen von lebensgefährlichen Zuständen, würde hier tatsächlich mal ein Feuer ausbrechen. Weil der Bezirk Friedrichshain sehr dicht besiedelt ist, würde der Brand sehr schnell auf die umliegenden Häuser übergreifen. Bereits 2016 wurden die Zustände in Frage gestellt, gingen am grünen Baustadtrat von Friedrichshain-Kreuzberg, Florian Schmidt, jedoch wohl irgendwie vorbei. Und das, obwohl selbst dessen Mitarbeiter gravierende Mängel „für Leib und Leben“ feststellen mussten. Eine Mängelbehebung mit Aufforderung an die Eigentümer kam jedoch selbst dann für Schmidt, aber auch die grüne Bezirksbürgermeisterin Monika Herrmann, nicht in Frage. Schmidt hatte stattdessen versucht, die linksradikalen Bewohner der Rigaer 94 dazu zu bewegen, sich ihr Gutachten selbst auszustellen und die Mängel scheinbar zu beseitigen, was man aber nicht durchgehen lies. So waren Teile des Gebäudes erst gar nicht untersucht worden, wichtige Bestandsaufnahmen höchst unvollständig. Seit vergangenem Freitag gibt es wohl eine offizielle Aufforderung an die Eigentümer, was nicht ohne Polizeischutz von statten gehen kann, zumal man mit heftiger Gegenwehr der linksmilitanten Besetzer rechnet. Bereits im Juli 2020 wurden sowohl ein Jurist als auch ein Hausverwalter beim Betreten der Bruchbude von Autonomen zusammengeschlagen. Teilweise seien Eingänge und Fenster komplett verbarrikadiert. Ein größerer Polizeieinsatz dürfte in der Rigaer Straße 94 zudem bald ins Haus stehen. Die linksfaschistischen Besetzer gelten in dem Viertel ohnehin nicht als gute Nachbarn, gelinde ausgedrückt.

Alex Cryso

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