Islamistischer Anschlag verhindert

“Verdachts der Anleitung zur Begehung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat und des versuchten unerlaubten Erwerbs einer Kriegswaffe”, so lautet der Vorwurf gegen einen Mann, der bei der Einreise nach Deutschland verhaftet wurde.

Ermittler des Landeskriminalamts Baden-Württemberg mit Unterstützung von Spezialkräften des Polizeipräsidiums in Kehl nahmen den Deutschen fest, als er aus Frankreich kommend einreisen wollte. Der 21-jährige Mann lebt in Frankreich. Die Sicherheitsbehörden rechnen den radikalen Moslem dem islamistischen Spektrum zu.

Er soll im Besitz von Bauanleitungen für “Unkonventionelle Spreng- und Brandvorrichtungen” gewesen sein. Die Anleitungen sendete er an unbekannte Personen weiter. Der Beschuldigte reiste mutmaßlich nach Deutschland ein, um sich hier ein vollautomatisches Sturmgewehr zu beschaffen. Selbiges sollte offenbar bei einem islamischen Terroranschlag zum Einsatz kommen.

Bei dem Verhafteten wurden neben Mobiltelefonen auch Bargeld sichergestellt, das vermutlich zum Ankauf der Waffe dienen sollte. Zeitgleich wurde die Wohnung des Beschuldigten in Frankreich durchsucht. Die Staatsanwaltschaft in Karlsruhe hatte bereits im Vorfeld einen Durchsuchungsbeschluss erwirkt, so das Beamte des Landeskriminalamtes Baden-Württembergs und Kräfte des Bundeskriminalamts tätig werden konnten.

Der Terrorverdächtige wurde einem Haftrichter vorgeführt, der Haftbefehl erließ. Konkrete Anschlagsziele sind bisher noch nicht bekannt. Die Ermittlungen dauern noch an.

Quelle: LKA Baden-Württemberg