Frankreich: Bildungsminister verbietet gendergerechte Schriftsprache an Schulen

Der französische Bildungsminister  Michel Blanquer hat ein Verbot der gendergerechten Schriftsprache an Schulen erlassen. In seinem Erlass heißt es, die „inklusive“ Schrift sei nicht mit den Lehrplänen kompatibel.

Mit den, in den Lehrplänen vereinbarten Regeln, ist die Gendersprache nicht vereinbar. Berufe sollen aber weiterhin in der weiblichen Form genannt werden. Die Maßnahme verteidigte Blanquer vor der französischen Nationalversammlung.

Die zur Umsetzung der geschlechtsneutralen Sprache  verwendeten Pünktchenwörter behinderten das lesen. Die Wörter seien zu komplex und damit hinderlich beim Erlernen der französischen Sprache. Schüler mit Lese-Rechtschreibschwäche tun sich schwer mit dem Erlernen der Sprachen, wenn in der Mitte von Wörtern Pünktchen gesetzt werden, so der Minister.

Ziel der gendergerechten Sprache ist es, alle Geschlechter in gesprochener und geschriebener Sprache gleichzustellen. Während im Deutschen dafür oftmals ein Sternchen genutzt wird, wie etwa in „Politiker*innen“, verwenden die Franzosen mit Pünktchen versehene Begriffe wie „député.e.s“ (Parlamentarier*innen) oder „électeur.rice.s“ (Wähler*innen).

Quelle: FAZ

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