Dank Corona – Grenzsicherung plötzlich doch möglich

Seit dem Jahr 2015 wird den Bürgern erzählt, Deutschlands Grenzen könne man nicht sichern. Da das Coronavirus sich nicht an Staatsgrenzen hält, wird an den Grenzen zu Tirol und Tschechien ab Sonntag wieder kontrolliert.

In Pandemiezeiten können sogar Staatsgrenzen wieder gesichert werden. Für Tirol und Tschechien gelten ab morgen harte Einreisebeschränkungen. Die Gebiete wurden als  “Virusvariante-Gebiete” eingestuft. Die Slowakei, zu der keine direkte Grenze mit Deutschland  besteht, gilt ebenfalls als “Virusvariantes-Gebiet”.

Stationäre Grenzkontrollen werden noch in der Nacht errichtet, kündigte der bayrische Ministerpräsident Marcus Söder an. An der Grenze zurückgewiesen wird, wer keinen negativen Coronatest vorweisen kann.

Für das österreichische Bundesland Tirol bestehen für 3 Regionen Ausnahmen. Die Gemeinde Jungholz, die Komplett von bayrischen Allgäu umschlossen ist. Für das Rißtal, dass nur über eine Straße von Deutschland zu erreichen ist. Für Osttirol, das zu Tirol gehört mit diesem aber nicht verbunden ist.

Einreisen aus “Virusvarianten Gebieten” dürfen nur noch Personen mit Wohnsitz in Deutschland. Allerdings gibt es Ausnahmen.

So dürfen auch Ehepartner, eingetragene Lebenspartner, minderjährige Kinder und Eltern minderjähriger Kinder kommen – allerdings nur, wenn sie gemeinsam mit dem deutschen Angehörigen die Grenze passieren. Auch Lastwagenfahrer und sonstiges Transportpersonal im Güterverkehr sind von dem Verbot ausgenommen ebenso wie landwirtschaftliche Saisonarbeitskräfte und Gesundheitspersonal.

Einreisen aus dringenden humanitären Gründen sind ebenfalls gestattet.

Ausgenommen von den Beschränkungen sind noch Personen, die im Auftrag der Internationalen Atomenergie-Organisation, der Vereinten Nationen oder der Organisationen der Vereinten Nationen. Auch in den Ausnahmefällen gelten Test- und Quarantänebestimmungen.

Für Pendler die zur Arbeit auf die andere Seite der Grenze müssen, sind keine Ausnahmen vorgesehen. Das dürfte zu erheblichen Problemen in den Grenzregionen führen. Wer zwar ein Paar, aber weder verheiratet noch verpartnert ist, bekommt ebenfalls keine Ausnahme.

Für  Personen die einreisen dürfen, gelten die seit dem 13. Januar 2021 bestehenden Einreise- und Quarantänebestimmungen.

Sie müssen sich vor der Einreise anmelden, einen negativen Corona-Test vorweisen und sich nach der Ankunft in Deutschland für zehn Tage in häusliche Quarantäne begeben. Es besteht jedoch die Möglichkeit einer Freitestung fünf Tage nach Einreise.

Es gilt ab Sonntag ein grundsätzliches Beförderungsverbot für Fluggesellschaften, Bahn-, Bus- und Schifffahrtsunternehmen.

Quelle: Tagesschau

Bildquellen

  • Grenze: Screenschot