Brot und Spiele in Stuttgart 7.8.2022

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Oben die Gameplayer – Unten das Volk

Die Kugel rollt wieder: Brot & Spiele-Kultur lässt den „heißen Herbst“ schnell vergessen

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Seit dem vergangenen Sonntag heißt es wieder „Furchtlos & treu“ entlang der Mercedes-Benz-Arena. Der VfB Stuttgart 1983 ist zurück und der Fußball wieder Religion in der Region. Mit einem 1:1 gegen einen starken Gegner wie Red Bull Leipzig dürften die Prognosen und Spekulationen über den bevorstehenden Saisonverlauf weiter spannend bleiben, zumal die ganz großen Transferkracher ja noch fehlen. Dafür lebt der Fan-Kult wieder auf: „Wer nicht hüpft, der ist Badenser!“ hieß es da vom Stimmungsanpeitscher am Megaphon und Tausende machen mit. Schwenkende Fahnen, unzählige Arme werden in den Himmel gestreckt. Was „die da oben“ auf der Brücke vorbrüllen, wird von den Fans „da unten“ auf der Straße anstandslos übernommen. Der Fußball macht eben noch immer die Massen mobil, da schmeckt auch die Stadion-Rote für 4,50 Euro. Masken sieht man hingegen kaum. Dabei wäre bis zum Frühjahr eine solche Veranstaltung noch als „Superspreader-Event“ verunglimpft worden, so Gesundheitsminister Lauterbach. Als ein Happening der etlichen Zehntausend, wo das Corona-Virus mal ganz flott zwischen den Stadionmauern kursiert.

Um die Flaschen-Entsorgung kümmern sich Menschen vom „Südland“
Scheinbar ein Puszta/Balkan Clan.
Währhend INNEN Dekadenz mit Millionen Spielen.

Proben für den „Wutwinter“?

Derweil taten auf Telegram die Fans anderer Vereine wie etwa die Werder Bremen oder dem VfL Wolfsburg ihre Beschwerden kund: Sie wären in größeren Gruppen grundlos von der Polizei durchsucht worden, wobei die Ordnungshüter sogar einen Rollstuhl zerlegten. Keiner durfte das Bahnhofsgelände verlassen. Kommt nach der Gewalt im Stadion durch wilde Hooligans nun die Retourkutsche der Polizei gegen unbescholtene Fans? Oder haben wir es hier mit einer Vorübung für den kommenden „Wutwinter“ zu tun?

Alles für den Verein… doch was fürs eigene Land?

Doch während die Beamten im hohen Norden kontrollieren, wird im wilden Süden noch gefeiert: Ein Volk, ein Verein, eine Bewegung. Dabei fragt man sich bei flaschensammelnden Fans im Vorfeld der Partie schon ein wenig, ob solche Massenpartys nicht doch ein Artefakt aus der vergangenen Wohlstandsphase sind? Vereinseuphorie ist ja schön und gut, nur sollte die Brot-und-Spiele-Kultur nie von den eigentlichen Problemen ablenken. Genau darauf scheint es jedoch immer mehr hinauszulaufen: Alles für den Verein – nichts fürs eigene Land. Wer noch dabei sein wird, wenn es gegen die astronomischen Energiepreise, die Versorgungsnotstände und das Frieren im Winter geht? Schon jetzt wird uns geraten, weniger Licht zu verbrauchen und kürzer zu Duschen, um Russland zu ärgern. Im Herbst heißt es möglicherweise Bürger gegen Bundeswehr. Corona soll mit aller Macht zurückkehren. Von den vielen anderen Problemen, die spätestens seit 2005 nicht mehr zu kaschieren, sind ganz zu schweigen. Die 40 Euro für die Karte und die fünf Euro für den Humpen Bier zahlt man aber immer noch gerne. Und auf der Titanic spielte die Band bekanntermaßen ja auch bis zum Schluss…

………………und hier das Video für den Mainstream

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Die Klimaanlage im Katars Fußballstadion für #WorldCup diesen Winter!
Denkt vor allem daran, die Heizung herunterzuladen, weniger Licht zu verbrauchen und etwas kürzer zu duschen aufgrund von #Sanktionen Russland und um den Planeten zu retten

Marcel Steiner/MSRAufklärung